mecklenburg_vorpommern
Donnerstag, 16. Mai 2019, 17:00 Uhr
Eggesin, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern
News-Nr.: 30123

Zug rammt Auto frontal:
Familienwagen wird fast zerrissen – Autofahrer hatte herannahende Regionalbahn an unbeschranktem Übergang übersehen – Triebwagen prallt genau auf Höhe der Fahrerseite in Auto – Fahrer schwer verletzt

Auto landet neben den Gleisen, Zug bleibt nach 250 Metern stehen – Motorblock rausgerissen – Acht Fahrgäste und Lokführer unverletzt

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Datum: Donnerstag, 16. Mai 2019, 17:00 Uhr

Ort: Eggesin, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

 

(ch) Ein unbeschrankter Bahnübergang wurde einem jungen Familienvater am späten Donnerstagnachmittag zum Verhältnis. Der 32-Jährige wollte mit seinem VW Sharan die Gleise bei Eggesin überqueren. Dabei übersah er jedoch den Regionalzug, der in Richtung Ueckermünde unterwegs war. Der Triebwagen rammte mit großer Wucht das Familienauto ausgerechnet auf Höhe der Fahrertür und schleuderte den Wagen in eine Wiese. Der VW wurde bei dem Aufprall förmlich zerfetzt. Die alarmierten Rettungskräfte fanden den Motorblock mehrere Meter weiter herausgerissen liegen. Der Fahrer saß mit schweren Kopfverletzungen noch in dem zerstörten Fahrzeug. Noch bevor die Feuerwehr eintraf, zog ihn der Rettungsdienst aus dem Sharan und versorgte ihn am Unfallort. Mit einem Rettungshubschrauber musste der Mann im Anschluss in eine Klinik geflogen werden.

Die acht Fahrgäste im Zug, der 250 Meter weiter zum Stehen kam, sowie das Bahnpersonal kam mit dem Schrecken davon. Sie konnten nach längerer Zeit die Maschine verlassen und mit einem Bus die Reise fortsetzen. Angesichts eines leeren Kindersitzes, der sich auf der Beifahrerseite im Auto befand, muss von Glück gesprochen werden, dass nicht noch mehr Menschen zu Schaden gekommen sind. Landes- und Bundespolizei haben die Ermittlungen zum Unfall aufgenommen. Dann Bahnverkehr musste bis Freitag eingestellt werden. Der Schaden am Zug wird auf über 70.000 Euro geschätzt.


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